Wir lesen Zeitung
und schauen fern.

Der wahre Osten ist im Kopf (der „Presse“)

Wenn der Nordwesten im Osten liegt, dann liegt Bratislava folgerichtig in der Ostslowakei.

Danke an Marco Schreuder für den Hinweis!

Edit: Weil es dazu in der Facebook-Diskussion Missverständnisse gab: Ich halte den Titel für den Ausdruck der vor dem Mauerfall stattgefundenen Sozialisation einer „Westler“-Generation, die sich oft auch in einer gewissen Haltung gegenüber dem vermeintlich rückständigen „Ostblock“ niederschlägt. Darum geht’s, nicht um Kritik der Geographiekenntnisse. Tschechien und die Slowakei, wo dieses Modell angeblich produziert wird, liegen in Mitteleuropa, nicht „im Osten“.

ING-DiBa ist ein Redakteur beim "Standard" (Update)
„Heute“ lässt August Walla wiederaufleben

6 Kommentar(e)

barney - Am 16. März 2012 um 15:25

Aber Praha liegt zweifellos östlich von Bruxelles, und das ist schließlich das Zentrum unserer schönen neuen Welt…

nömix - Am 17. März 2012 um 10:32

Helge, ob Du nicht lediglich die Überschrift fehlinterpretierst? Ich würde eher meinen, dass sie bedeuten sollte »Der Kleine [aus der Palette des VW-Konzerns] aus dem Osten«. Weil der kleine Škoda eben jenes Modell ist, das an einem der Produktionsstandorte href=“https://www.volkswagenag.com/content/vwcorp/content/de/the_group/production_plants.html“>(*) im (geografischen) Osten des VW-Mutterwerks hergestellt wird.

Helge Fahrnberger
Helge Fahrnberger (Autor) - Am 17. März 2012 um 15:17

@nömix: Meine Zweifel, dass mit Osten Osteuropa gemeint ist, sind eher gering.

martin - Am 01. April 2012 um 13:14

was in den Köpfen der Menschen und mancher Presse-Journalisten wohl noch nicht ganz drinnen ist, dass halb Tschechien und Prag westlich von Wien liegen…

Victor Bertram - Am 24. Mai 2012 um 01:35

Am meisten fällt mir hier ein klassischer Wien-Zentrismus auf. Den Punkt, der gemacht werden wollte (skoda ist Ostblock), verstehe ich zwar nicht (wo ist denn das Problem?), aber an geographischen Gegebenheiten aufzuhängen, die für gut die Hälfte der Leserinnen eh nicht zutreffen und damit zeigen, dass für manche trotz kosmopolitem Gehabe die Welt hinter der U-Bahn-Endstation endet, hätte nicht sein müssen.

Stuff - Am 24. Mai 2012 um 22:40

Nö, ich würde ein wenig weiter zurückdenken, so Richtung „Ostarbeiter“ und so…